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Newsarchiv der Kreishandwerkerschaft Jena

 
07.11.2016

Totensonntag - Innere Einkehr finden

Gedanken von Thomas Haase, Obermeister der Steinmetzinnung Ostthüringen

 

 

Der November ist traditionell die Zeit der Ruhe und Besinnung. An gesetzlich geschützten „stillen Tagen“ wie Allerheiligen und dem Totensonntag besuchen viele Menschen die Grabstätten verstorbener Familienmitglieder. Individuell gestaltete Grabzeichen bieten dabei die Möglichkeit einer ganz persönlichen Trauerbewältigung.

 

Das Andenken an Verstorbene ist fester Bestandteil unseres Lebens. An der Grabstelle auf dem Friedhof finden Angehörige Trost. Im stillen Dialog spüren sie die andauernde Verbundenheit mit dem geliebten Menschen. Bei der damit verbundenen Trauerbewältigung helfen vom Steinmetzen – meist in enger Abstimmung mit den Hinterbliebenen - individuell gestaltete Grabmale, indem sie die Erinnerung an besondere Momente und Erlebnisse bewahren.

 

Die Hektik des Alltags lässt wenig Zeit für Ruhe und Besinnung. Dieses Innehalten gibt Kraft, mit sich ins Reine zu kommen und innere Konflikte zu lösen, die der schmerzliche Verlust von geliebten Menschen mit sich bringt. Je nach Bundesland schreiben die Feiertagsgesetze sogenannte „stille Tage“ oder "stille Feiertage" vor. In der christlichen Tradition gehören dazu die drei Gedenktage im November, Allerheiligen, Allerseelen und Totensonntag. Hinzu kommt der Volkstrauertag - heute ein Gedenktag für die Opfer beider Weltkriege.

 

Viele Trauernde brauchen einen Platz, an dem sie sich mit dem Verlust eines geliebten Menschen auseinandersetzen können. Der Friedhof mit seinen Gräbern, seiner Natur und der Ruhe spielt auch in modernen Zeiten dabei eine wichtige Rolle, denn er stellt insbesondere für Hinterbliebene einen Ort des Rückzugs dar, um neue Kraft und neuen Mut zu schöpfen. „Ein individuell gestaltetes Grabmal hilft den Angehörigen, ihren Schmerz zu bewältigen und das kostbare Andenken zu pflegen. Das geschieht besonders dann, wenn die Hinterbliebenen und der Steinmetz gemeinsam die Idee für ein solches Grabmal entwickeln ", erklärt Innungsobermeister Thomas Haase.

 

Der Steinmetzmeister vor Ort leistet damit einen wichtigen Beitrag in der Trauerbewältigung. Nach einfühlsamen Beratungen mit den Angehörigen schafft er ein unverwechselbares Grabdenkmal. Die Kombination von Stein mit anderen Materialien wie Holz, Glas, Keramik und Metall vergrößert die Gestaltungsfreiheit. Ob Beruf, Hobbies, Interessen oder Charaktereigenschaften - Es gibt viele Möglichkeiten, das Leben des Toten noch einmal darzustellen und damit zu zeigen, wie wichtig und bedeutsam das Leben jedes Einzelnen war.

 

Bilder:

 

Bild 1 „Der Friedhof ist für viele Menschen ein Ort der inneren Einkehr und des Gedenkens."

Bildnachweis: BIV Steinmetze/Richard Watzke

 

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